10.000 Menschen gegen Superreichtum – das war unser 1. Mai 2025
Sommer, Sonne, Umverteilung! Nach einer kleinen Pause blicken wir zurück auf unsere 1. Mai-Demo – und was für eine das war! 10.000 Menschen sind mit uns gegen Superreichtum und für eine gerechte Gesellschaft auf die Straße gegangen. Wir sind immer noch ganz beseelt von der Kraft und Vielfalt, mit der wir gemeinsam durch Uhlenhorst und Winterhude gezogen sind.
Die Route war lang, die Sonne gnadenlos – Wasserflasche und Sonnencreme waren genauso notwendig wie die Umverteilung von Reichtum überhaupt. Die Demo führte uns über die Sierichstraße, wo kürzlich eine wohlhabende Nachbarschaft eine queere Unterkunft für Geflüchtete verhinderte, vorbei an den Villen am Rondeel, durch Poelchaukamp und Mühlenkamp mit ihren Schickeria-Bars, entlang des durch SUVs gesäumten Hofwegs sowie der Außenalster, mit etwas überrascht dreinblickenden Touris – bis hin zum Hotel Atlantic, das die Polizei vorsorglich mit Hamburger Gittern absperrte. Man kennt ja unsere Besetzungsversuche am Ende unserer Demos!
Auch wenn wir dieses Mal kein Luxushotel besetzen konnten, sind wir froh, dass trotz Hitze und starker Polizeipräsenz die Demo alles in allem störungsfrei verlief.
Unser Widerstand ist vielfältig – und das war auf der Straße deutlich spürbar. Wer Hat Der Gibt-Block, Queerfeministischer-Block, Grundeinkommens-Block, Omas gegen Rechts, Hamburg enteignet, der Demorave mit seinen Forderungen nach dem Erhalt von Kulturräumen, der Familien- und Kinderblock, ein Block zu grenzenloser Solidarität sowie der Arbeitskampf statt Aufrüstungs- und ein Klima-Block – so viele Gruppen mit klaren Ansagen, kreativen Aktionen und lauter Präsenz. Für Abkühlung, Snacks und Mitfahrgelegenheiten sorgte wieder der Inklusions-Lauti von Hamburg enteignet – fettes Danke für diese wichtige Infrastruktur! Und danke an alle, die Blöcke organisiert, Redebeiträge gehalten, Ordner:innen gestellt, Awareness-Arbeit geleistet, Transpis mitgebracht, Schilder gebastelt und Stimmung gemacht haben. Ihr zeigt, dass der Widerstand gegen den ungebremsten Vermögenszuwachs der Reichsten mit allen seinen Konsequenzen lauter wird.
Und er wächst auch abseits der Demos. Die Debatten um Superreichtum werden unüberhörbarer und das ist euch allen zu verdanken! Auch wenn die Zeiten schwieriger werden, der Rechtsruck im vollen Gange ist, halten wir voll dagegen und geben uns eine Perspektive der Solidarität und Gerechtigkeit. Den Reichen und den Rechten die Stirn bieten ist notwendiger denn je.
Vielen Dank auch für die lieben und kämpferischen Rückmeldungen. Diese Demo war wieder ein starker Ausdruck dafür, dass wir viele sind und nicht lockerlassen. Wir werden weiter laut sein – auf Demos, bei Aktionen, im Netz und überall sonst.
Superreiche? Superscheiße!
Wer Hat Der Gibt!

















