Ich liebe das Leben ohne Milliardäre
Das ist Wahnsinn!1 Noch kein halbes Jahr ist die neue Bundesregierung im Amt und schon geht es wieder los2: Friedrich Merz und sein Kabinett diskutieren über Verschärfungen unserer Arbeitsbedingungen. Von uns Arbeitenden erkämpfte Errungenschaften sollen zurückgenommen werden.
Nun soll Opa wieder Sonderschichten3 schieben. Angesichts der geringen Rente fängt das Leben nicht mit 66, nicht mit 70 oder 75, sondern womöglich gar nicht mehr so richtig an4.
Gedroht wird mit weiteren Sanktionen beim Bürgergeld. Dabei hat „Hartz IV und der Tag gehört dir“5 noch nie einer Realität entsprochen, denn wer Bürgergeld bezieht, muss trotzdem unter der Armutsgrenze leben.
Dazu soll die wöchentliche Arbeitszeit erhöht werden. Der 8-Stunden-Tag wird immer wieder in Frage gestellt. Frei nach dem Motto: Dann heirate doch dein Büro!6 Und mit der Diskussion, uns die Feiertage zu streichen, schicken sie uns schließlich weiter in die Hölle7.
Es zeigt sich: Marmor, Stein und Eisen bricht, aber die CDU-Positionen zu Mehr-Arbeit nicht8 und die SPD hat uns mehr als 1000 mal belogen9.
Begründet wird alles mit andauernden Krisen und damit, dass zu wenig Geld da sei. Doch wir wissen, wo das Jeld geblieben ist10. Denn während sich Kassierer*innen morgens immer müde11 zur Arbeit schleppen oder Krankenpfleger*innen ihre Patient*innen atemlos durch die Nacht12 schieben, herrscht in Blankenese und Harvestehude Dauer-Fiesta.
Mit ihren Plänen stellt die Schwarz-Rote-Regierung sicher, dass sich einige wenige Reiche weiter an der Arbeit der Vielen bereichern können. Zur Erhöhung ihrer Profite sollen wir weiter schuften und für die Erfüllung ihrer großen und teuren Träume13 (oder Weltraum-Ausflüge) bezahlen. Money Money Money must be funny, in a rich man’s world14. Alle anderen müssen schauen, was am Ende des Monats übrig bleibt.
Deswegen schließt euch an zur Polonaise nach Blankenese15 für die Umverteilung und Vergesellschaftung des Reichtums, den wir alle erarbeitet haben. Goldene Zeiten16 erfordern nicht Mehr-Arbeit, sondern die effektive Besteuerung von Reichtum und Vermögen. Denn wir können uns die Reichen nicht mehr leisten.
Also Hossa, Hossa! Heraus zum alternativen Schlagermove, denn wir lieben das Leben ohne Milliardäre17 und wollen Spaß18! Mit einer bunten Schlager-Demo sagen wir: Samba Si – Arbeit No!19 Das Geld dafür ist da, es ist nur falsch verteilt. Wer Hat, Der Gibt!
26.07.2025
14 Uhr
U-Bahn“Hochkamp“
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Awareness und Ordner*innen
Flaggen
1 Wahnsinn – Wolfgang Petry
2 Schon geht es wieder los – Roland Kaiser
3 Geier Sturzflug – Bruttosozialprodukt
4 Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an – Udo Jürgens
5 Hartz 4 und der Tag gehört dir – Ingo ohne Flamingo
6 Dann heirat’ doch dein Büro – Katja Ebstein
7 Wahnsinn – Wolfgang Petry
8 Marmor, Stein und Eisen bricht – Drafi Deutscher
9 Du hast mich tausendmal belogen – Andrea Berg
10 Wo ist mein Jeld – Helga Hahnemann
11 Morgens bin ich immer müde – Trude Herr
12 Atemlos durch die Nacht – Helene Fischer
13 Große Träume brauchen Zeit – Petra Frey
14 Money, money, money – ABBA
15 Polonäse Blankenese – Werner Böhm
16 Goldene Zeiten – Bata Illic
17 Ich liebe das Leben – Vicky Leandros
18 Ich will Spaß – Markus
19 Samba Si – Arbeit No! – Roberto Blanco
